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Unsere Geschichte

Die Vanille der Mondinseln

Moon Island

La vanille des îles de la lune

Einleitung:

Hallo! Heute freuen wir uns sehr, Ihnen unser allererstes Gewürz vorzustellen: die Vanille der Komoren.

In diesem ersten Artikel tauchen wir in die faszinierende Welt dieses köstlichen Gewürzes ein, das die Sinne verzaubert und die Fantasie beflügelt. Von den üppigen, vulkanischen Hügeln der komorischen Inseln bis zu den reichen, sanften Aromen, die in der Luft tanzen: Wir gehen den Gründen nach, die uns bewogen haben, auf den Komoren Vanille anzubauen, entdecken die Geheimnisse ihres Anbaus und feiern unsere enge Verbindung zu den lokalen Erzeugern, den Hütern dieser aromatischen Tradition.

Warum wir uns dafür entschieden haben:

Die Komoren, umspült vom warmen Wasser des Indischen Ozeans, beherbergen eine Vanille von außergewöhnlicher Qualität, die weltweit für ihren reichen und zugleich feinen Geschmack bekannt ist. Das tropische Klima, die fruchtbaren Böden und das traditionelle Können der Anbauer verleihen der Vanille der Komoren eine unvergleichliche Palette an Aromen und Nuancen. Jede Schote ist wie eine Kapsel exotischer Düfte, die uns sofort auf diese Vulkaninseln versetzt. Außerdem gehört die Vanille der Komoren zur Sorte planifolia und trägt die Bezeichnung „Bourbon-Vanille“, die die Vanillen des Indischen Ozeans umfasst (Komoren, La Réunion, Madagaskar und Mauritius).

Unsere Entscheidung, auf den Komoren Vanille anzubauen, beruht auf mehreren Faktoren. Die Authentizität der komorischen Landwirtschaft und das Bekenntnis zu natürlichen, umweltschonenden Anbaumethoden waren ausschlaggebend. All das ergibt eine außergewöhnliche Vanille. Die Vanille der Komoren hat einen Vanillingehalt von 2 % und mehr; ihre Noten sind rauer als die der Vanille aus Madagaskar und etwas weniger süß.

Ob bei dieser Vanille oder bei den weiteren Gewürzen, die wir künftig erzeugen werden: Die Produktion erfolgt ohne Dünger, ohne Pestizide und ohne andere chemische Produkte. Bei Moon Island möchten wir den Verbraucherinnen und Verbrauchern eine unvergleichliche Qualität bieten, so nah wie möglich an der Natur und der Umwelt der Komoren. Die Vanille der Komoren, die wir führen, ist daher weit mehr als ein einfaches Gewürz; sie ist Ausdruck einer reichen Geschichte, einer ererbten Tradition und eines Erbes, das wir mit Stolz unterstützen.

1. Der Anbauprozess

a. Geduld ist die Mutter aller Tugenden:

Vanille anzubauen ist eine Übung in Geduld und Ausdauer. Nach dem Pflanzen der jungen Vanillepflanzen ist eine Wartezeit nötig. Es dauert etwa drei Jahre, bis die ersten Blüten erscheinen. Dieser lang ersehnte Moment markiert den Beginn eines faszinierenden und heiklen Prozesses. Auf den Komoren verwendet man einen Stützbaum für die Entwicklung der Vanilleranken, auf Komorisch „Mdri Mzugu“ genannt; es handelt sich dabei um die Purgiernuss (Jatropha curcas).

b. Die Handbestäubung

Auf den Komoren wird die Vanille mit Sorgfalt und Aufmerksamkeit angebaut, und dazu gehört auch ein Arbeitsschritt der Handbestäubung. Anders als in Mexiko, wo es die Melipona-Biene gibt, übernehmen auf den Komoren die Anbauer diesen wesentlichen Vorgang selbst. Die Befruchtung findet auch nicht von selbst statt, weil sich zwischen dem männlichen und dem weiblichen Teil der Blüte ein Deckel befindet. Die Anbauer müssen diesen Deckel zur Seite klappen, damit die beiden Teile in Kontakt kommen; man nennt das Selbstbestäubung.

Die Bestäubung der Vanille ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Vanilleblüten welken sehr schnell, schon nach etwa einem Tag, man muss also aufmerksam sein. Dieses enge Zeitfenster verlangt perfekte Abstimmung und rasche Reaktion der Erzeuger. In der Regel erfolgt die Bestäubung am Morgen; jeder Moment zählt, und jede Blüte muss mit Vorsicht und Schnelligkeit behandelt werden, damit eine schöne Schote entsteht.

Die Vanilleschote erreicht ihre endgültige Größe etwa zwei Monate nach der Bestäubung, reif ist sie jedoch erst nach ungefähr 8 bis 10 Monaten. Das ist übrigens der Grund, warum die Azteken die Vanille zur heiligen Pflanze erhoben haben.

c. Die Ernte

Die Vanilleernte ist ein Moment der Feier und der Belohnung nach Jahren der Geduld. Sobald die Schoten ihre volle Reife erreicht haben, werden sie sorgfältig von Hand gepflückt.

Unmittelbar nach der Ernte werden die noch grünen Vanilleschoten, deren Spitzen leicht gelblich sind, in heißes Wasser getaucht, in einem Vorgang, der Brühen (échaudage) genannt wird. Dieser Schritt hat mehrere wesentliche Funktionen: Er stoppt das Wachstum der Schote, tötet die Enzyme ab, die für die Fermentation verantwortlich sind, und regt die Entwicklung der Aromen an. Die gebrühten Schoten werden anschließend in kaltes Wasser getaucht, um den Garprozess zu stoppen.

Nach dem Brühen folgt der Schwitzprozess (étuvage). Hier zeigen die komorischen Erzeuger ihr Können und ihre Kenntnis der Schoten. Die nun geschmeidigeren Schoten werden in Kisten gelegt, damit eine kontrollierte Fermentation stattfinden kann. In dieser Zeit, die mehrere Tage dauern kann, entwickeln sich die charakteristischen Aromen der Vanille weiter und ergeben eine fesselnde Symphonie der Düfte. In diesem Schritt nimmt die Vanille übrigens auch ihre schöne schokoladenbraune Farbe an.

Zu diesem Zeitpunkt sind die Vanilleschoten noch voller Wasser, sie müssen also getrocknet werden, damit sie haltbar sind. Die Trocknung erfolgt in zwei Schritten: Zunächst werden die Schoten etwa 10 Tage in der Sonne getrocknet, anschließend durchlaufen sie 2 bis 3 Monate lang eine langsamere und sanftere Trocknung im Schatten. Sonne und Wärme wirken harmonisch zusammen, um den Feuchtigkeitsgehalt der Schoten zu senken und sie in eine Form zu bringen, in der sie aufbewahrt und verwendet werden können.

Sind die Schoten vollständig trocken, durchlaufen sie eine Reifezeit, in der sie ihre Aromen voll entfalten. Die komorischen Erzeuger sind Meister in der feinen Kunst, den genauen Zeitpunkt zu bestimmen, zu dem die Schoten bereit zur Verpackung sind. Sie werden dann sortiert, klassifiziert und sorgfältig verpackt, bereit, mit der Welt geteilt zu werden.

Kochen mit Vanille von den Komoren

Vanilleschoten, Vanillepulver, Vanilleextrakt und Vanillekaviar, von Moon Island direkt an der Quelle ausgewählt.

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